Die Stadt Osterwieck hat für das Vorhaben „Neuerstellung einer Zufahrt zur Trauerhalle Osterwieck, OT Schauen“ eine Zuwendung aus Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds zur Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) erhalten.
Maßnahmebeschreibung
Die Stadt Osterwieck beabsichtigt im Zuge der Dorfentwicklung die Zufahrt zur Trauerhalle auf dem Friedhof Schauen neu zu erstellen.
Der Friedhof befindet sich an der Südseite des Wahrberges und ist über die Obere Dorfstraße zu erreichen. Derzeit erfolgt die Zufahrt zu der am Nordrand des Friedhofs gelegenen Trauerhalle über den Mittelweg bis zum Fuß einer Treppenanlage. Der Weg ist stark geneigt und endet unterhalb des Plateaus der Trauerhalle. Die Anlieferung der Särge ist mit erheblichen Risiken und Gefahren verbunden. Der Leichenwagen ist gezwungen, auf dem, mit einem Gefälle von 10 % geneigten Mittelweg rückwärts bis zur Treppenanlage zu fahren. Nach Entladung erfolgt der Transport weiter händisch über die Treppe bis in die Trauerhalle.
Besonders in der Winterzeit ergeben sich erhebliche Probleme und Unfallgefahren.
Die Zuwegung über den steilen Weg birgt auch erhebliche Probleme für Menschen mit körperlichen Behinderungen. Diese können nicht ohne größeren Aufwand die Trauerhalle erreichen.
Mit der barrierefreien Zufahrt können diese Personen ungehindert bis an die Trauerhalle gelangen.
Um einen Transport der Särge direkt zur Trauerhalle zu ermöglichen, ist vorgesehen, eine3,0 m breite Zufahrt über die östliche Freifläche bis zum angrenzenden Zufahrtsweg zum Wahrberg zu erstellen. Am Ende der Zufahrt ist ein Wendehammer angeordnet, um ein Rückwärtsfahren bei der Abfahrt zu vermeiden. Als Oberflächenbelag wurde sich für ein Rasenfugenpflaster mit 3 cm Fugenbreite entschieden, so dass sich die Zufahrt optisch in die angrenzende Grünfläche des Friedhofes einfügt. In die Fugen wird eine Rasensamenmischung eingebracht. Das im Bereich der Zufahrt anfallende Oberflächenwasser wird über das ökologische Rasenfugenpflaster in den Untergrund bzw. oberflächig in die angrenzende Grünfläche abgeleitet. Hier kann es die Niederschlagsmengen speichern und verzögert abgeben. Das Rasenfugenpflaster verbessert das Kleinklima durch Verdunstung und bindet den Staub.
Weiterhin ist vorgesehen, die derzeitig vorhandene kleine Pflasterbefestigung um die Trauerhalle zu ergänzen und ein Geländer als Absturzsicherung anzubringen.
Dieses wird dem vorhandenen Geländer an der Treppenanlage angepasst.
Um ein optisch einheitliches Bild zu erhalten, wird die Oberfläche der Erweiterungsfläche aus dem gleichen Material hergestellt.
Als Ausgleich für die Versiegelung ist vorgesehen, fünf Linden am südlichen Fahrbahnrand zu pflanzen. Ein weiterer Baumstandort ist am Rand der Erweiterungsfläche vor der Trauerhalle vorgesehen.
Mit den vorgesehen Maßnahmen sollen die Unfallgefahren sowohl für die Sarg-Anlieferung als auch für die Besucher der Beerdigungen deutlich minimiert werden.
Die Maßnahme trägt zur Innenentwicklung des Ortes bei. Die Entwicklung der innerörtlichen Bereiche und Dorfkerne ist ein Kernziel des IGEK der Einheitsgemeinde Stadt Osterwieck. Eine erfolgreiche Innenentwicklung trägt nicht nur zur Aufwertung der Orte bei, sondern sichert eine Weiterentwicklung des Ortes, wirkt Abwanderungen von jungen Menschen entgegen und steigert die Zufriedenheit der Bewohner mit ihrem Ort erheblich. Friedhöfe, Trauerhallen und Kirchen prägen ein Dorf, den ländlichen Raum sowie dessen Lebensqualität entscheidend mit.
Durchführungszeitraum: Februar 2023 bis Mai 2023
Für das Vorhaben stehen Fördermittel in Höhe von 67.725,00 Euro zur Verfügung.


