Ortschaft Schauen

 Schauen – Ein Ort mit einem besonderen Charakter

 

,, Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt,

der andere packt sie an und handelt.“

                                                                                              Dante Alighieri

                                                                                             Italienischer Dichter

 

Diese Feststellung galt nicht nur für seine Epoche, sondern auch für seine Zeit. Unser Dorf soll schöner werden- dieser bundesweite Wettbewerb und die Dorferneuerung mit ihren Fördermitteln waren Ausgangspunkte für die erfolgreiche Umgestaltung des Ortes. Schauen wurde aus dem Dornröschenschlaf geweckt. Im Jahre 1991 war die Idee noch recht jung, sich nicht nur um die Erhaltung und Verschönerung des eigenen Hauses zu kümmern, sondern gleich um den ganzen Ort.Wenn wir heute durch Schauen gehen, so sind die Resultate unseres Wirkens zu erkennen. Die Krönung der geleisteten Arbeit war der 1. Platz bei dem Wettbewerb ,, Unser Dorf soll schöner werden“ im Jahr 1999 und 2001. Der Aufwand war groß, dennoch machte es Spaß unser Dorf zu verschönern, weil jeder auf seine Weise dazu beigetragen hat.Hierfür sprechen die Heimatverbundenheit der Bürger und die Erkenntnis, dass der ländliche Raum eine Zukunft hat. Er bietet viel Lebensqualität und ein attraktives Wohnen.

Erstmals wurde Schauen im Jahre 973 erwähnt und kann somit bereits auf eine lange Geschichte zurückblicken. Die Vergangenheit des Ortes ist sehr geschichtsträchtig und vielseitig. Das Wappen besteht aus einem roten Schild auf dem drei silberne aufsteigende Kleeblätter dargestellt sind. Sie deuten den damaligen landwirtschaftlichen Charakter des Dorfes an und sind zusätzlich Symbole des Glücks und des Wohlstandes. Seit dem 1. Januar 2010 gehörte die Ortschaft zur Einheitsgemeinde Stadt Osterwieck. Es ist erstaunlich, wie sehr sich der 500-Seelen-Ort in den letzten 20 Jahren entwickelt hat. Die gesamte Infrastruktur wurde erneuert und Straßen, Wege und Plätze neu gestaltet. Das früher landwirtschaftlich geprägte Dorf ist heute ein moderner Gewerbestandort. Zahlreiche Unternehmen sind in Schauen ansässig, u.a. Dachdecker, Bauunternehmer, Friseure, eine Gaststätte, Elektriker, Landwirte, Sanitärinstallateure, Innenausbauer und eine Milchviehanlage. Das Backhaus Siemer als traditionsreiche,, Ostfirma“ hat sogar den  Sprung in die alten Bundesländer geschafft. Sie ist der größte Arbeitgeber in Schauen. Insgesamt hat das Unternehmen in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen 35 Backwaren-Filialen. Ausbildung ist im Backhaus Siemer Tradition. Schon immer wurden junge Menschen in den Beruf Bäcker/-in, Konditor/-in und Fachverkäufer/-in ausgebildet. Jährlich erlernen im Unternehmen 8-10 Auszubildende die Berufe Bäcker/-in, Verkäufer/-in sowie Bürokauffrau/-mann.

Die gelungene Umnutzung einer alten Konsumkaufhalle zu einer Kindertagesstätte hat ebenso Modellcharakter und ist ein Musterbeispiel für nachhaltiges Bauen. Die Kita,, Regenbogenland“ hat derzeit 28 Kinder im Alter zwischen einem bis sechs Jahren. Erwähnenswert ist außerdem, dass es sich um eine integrative Kindereinrichtung der AWO handelt. Das heißt, dass Kinder mit Behinderung voll und ganz in Gruppen von Kindern ohne Behinderung integriert werden. „ Wir haben zurzeit zwei Erzieherinnen und zwei Heilpädagogen, sowie eine Küchenkraft“ , so Martina Stock, Leiterin der Kita. Vier behinderte Kinder besuchen die Einrichtung. „ Sie sind unsere Besonderen in der Kita“ , so eine Erzieherin über ihre Schützlinge mit einer Behinderung. Das Gebäude verfügt über mehrere Räumlichkeiten. Es gibt einen großen Besprechungsraum, den man auch für Familienfeiern mieten kann. Auch das Büro des Ortsbürgermeisters Erwin Marchlewsky ist hier zu finden. Er ist jeden 1. Donnerstag von 16 bis 18 Uhr anzutreffen.

Am Ellinger Weg Nr. 1 steht der Jugendclub. Dieses Objekt wurde den Jugendlichen von der Gemeinde zur freien Nutzung übergeben, sie betreiben es in eigener Regie. Eine gute Abwechslung für den Sommer bietet das Freibad, welches Jung und Alt gerne nutzen.

Vom Kleinkind bis zum Rentner für jeden ist was geboten. Auch das Dorfleben gestalten die zahlreichen Vereine, wie der Schützenverein, der Sportverein, der Seniorenkreis, der Bürgerverein und die freiwillige Feuerwehr (Wehrleiter Steffen Richardt) aktiv mit. Viel Geld wurde investiert, um die Vereine zu unterstützen, denn sie sind das Herz in jedem Dorf. Zahlreiche Feste werden im Laufe des Jahres von ihnen organisiert und ausgerichtet. Ohne die vielen freiwilligen Helfer und Unterstützer wäre dies alles nicht möglich. Der kulturelle Höhepunkt ist das alljährliche Schützenfest zu Pfingsten. Es hat sich längst in der Region rumgesprochen, sonst würden nicht so viele Bürger aus anderen Orten und Gemeinden zu diesem Volksfest kommen. Das vielfältige kulturelle und soziale Leben stärkt den Zusammenhalt und die Lebensqualität in Schauen.

Unternimmt man einen Spaziergang durch das Dorf, so fallen die denkmalgeschützten Bauernhäuser und Fachwerkbauten auf. Darüber hinaus verfügt Schauen über reichhaltige Baumbestände im Schauener Forst und verschiedene Teiche mit Biotopcharakter. Einwohner sagen immer wieder, dass ihr Wahrzeichen das Schloss mit seiner großen Parkanlage sei. Besonders stolz können die Schauner auch auf ihre wunderschöne, gut erhaltene Kirche aus dem Jahr 1609 sein.

Eine Bürgerin über ihren Ort:

„Ich lebe schon immer in Schauen, hier ist meine Heimat. Wir sind eine gute Dorfgemeinschaft, in der sich viele tatkräftig engagieren und helfen, sei es beim Walpurgisfest, Erntefest oder beim Schützenfest. Ich würde mir für Schauen in der Zukunft wünschen, dass die Lebensqualität erhalten bleibt.“

 

Schaun Sie doch einfach mal vorbei – in Schauen –