21. Juni 2022

Erläuterungen zum geplanten Glasfaserausbau

Aufgrund vermehrter Nachfragen in Bezug auf den geplanten Glasfaserausbau der Deutschen Glasfaser GmbH in Verbindung mit der Nichterschließung einiger Ortsteile, informiert die Stadtverwaltung:

Wie bereits bekannt ist, strebt die Deutsche Glasfaser GmbH derzeit den eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau (FttH – Glasfaser bis ins Haus) in einigen Teilen des Gemeindegebietes der Einheitsgemeinde Stadt Osterwieck an.

Wie auch bereits bekannt ist, ist ein Ausbau in den Ortsteilen Göddeckenrode, Rhoden, Hoppenstedt, Osterode, Veltheim, Rohrsheim, Zilly uns Sonnenburg seitens des Unternehmens nicht vorgesehen.

Dieses Vorhaben wird von der Deutschen Glasfaser GmbH vollends auf eigene Kosten finanziert. Öffentliche Fördermittel werden hierfür von keiner Stelle gewährt. Somit steht es dem Anbieter auch frei, in welchem Umfang er sein Netz aus unternehmerischer und wirtschaftlicher Perspektive ausbaut. Die Stadt Osterwieck hat auf den Umfang des Ausbaus somit keinerlei Einfluss.

Die Deutsche Glasfaser GmbH hatte die Stadt Osterwieck Mitte des letzten Jahres über das Projekt informiert. Der Stadtrat hat daraufhin im September der Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages zugestimmt, der im Wesentlichen die Bauausführung und Öffentlichkeitsarbeit betrifft sowie die Nutzung kommunaler Flurstücke zum Leitungsbau regelt.

Die Deutsche Glasfaser GmbH agiert nach Möglichkeit weitestgehend netzautark. Das bedeutet, dass in der Regel keine anderen bereits bestehenden Netze (z.B. die der Deutschen Telekom) mitgenutzt werden. Das Netzdesign der Deutschen Glasfaser GmbH außerhalb des Gemeindegebietes ist der Stadt Osterwieck nicht bekannt.

 

Was wird aus den nicht berücksichtigten Orten?

Bereits im Vorfeld des Wirkens der Deutschen Glasfaser GmbH hat der Landkreises Harz im Rahmen des „Weiße-Flecken-Förderprogramms“ einen Glasfaser-Ausbau in unterversorgten Gebieten ausgeschrieben. Hierzu werden öffentliche Fördermittel gewährt.

Diese Ausschreibung ist mittlerweile abgeschlossen. Eine Auftragserteilung an den wirtschaftlichsten Anbieter erscheint unterdessen derzeit nicht sinnvoll, da sich durch die Bestrebungen der Deutschen Glasfaser GmbH (und auch anderer Telekommunikationsunternehmen) im Rahmen des eigenwirtschaftlichen Ausbau die Voraussetzungen deutlich geändert haben. Hierzu bedarf es noch Abstimmungen zwischen den Beteiligten.

Es erscheint nach derzeitigem Kenntnisstand sehr wahrscheinlich, dass mittelfristig alle Ortsteile der Stadt Osterwieck über die Glasfasertechnik verfügen werden. Unklar ist derzeit, ob dieser Ausbau eigenwirtschaftlich (ggf. auch durch einen anderen Anbieter als die Deutsche Glasfaser GmbH) oder unterstützt durch Fördermittel erfolgt. Dazu kann aufgrund des derzeit noch laufenden Vergabeverfahrens nichts Verbindliches ausgesagt werden.