Startschuss für schnelles Internet in der Einheitsgemeinde

DSL Breitband 07.07.2011

Foto: ehemaliger Wirtschaftsförderer Erwin Marchlewsky (2.v.l.) und Joachim Fricke von der Telekom (3.v.l.) drücken gemeinsam den "Roten Knopf"

Am 07.Juli 2011 erging die endgültige Startfreigabe für schnelles Internet im gesamten Gebiet der Einheitsgemeinde. Eine lange Zeit der Planung, Vorbereitung und Umsetzung hat ein Ende.

Schon sehr früh hatten sich die damals noch eigenständigen Orte der heutigen Einheitsgemeinde der flächendeckenden Versorgung mit schnellem Internet gewidmet. Unzählige Verhandlungen und Prozesse waren hierfür nötig. So änderten sich beispielsweise die Förderbedingungen häufig.  Ohne eine breite Förderung wäre die Umsetzung des Projektes nie möglich gewesen. Die Fördermittel kamen letzten Endes aus dem Konjunkturpaket II. 

Förderziel war es, dass nach der Umsetzung des Projektes flächendeckend mindestens eine 2 Mbit Übertragungsrate  verfügbar sein sollte. Im Ortsteil Hessen war dies bereits vorher der Fall, sodass dieser Ortsteil nicht in das Förderprogramm hineinfiel und folglich auch kein Teil des Projektes wurde.  In den Ortschaften Wülperode, Göddeckenrode und Suderode kam noch ein anderer Aspekt hinzu. Diese Ortschaften hatten zu Zeiten der politischen Eigenständigkeit  gemeinsam mit der Telekom eine eigene Lösung entwickelt und die Kosten selbst übernommen. In Teilen der Kernstadt Osterwieck waren ebenfalls im Vorfeld größere Übertragungsraten verfügbar, weshalb nicht die gesamte Kernstadt erschlossen werden musste.

Das gesamte Projekt DSL war in sieben Vorgänge unterteilt.

  1. Dardesheim und Rohrsheim
  2. Deersheim, Lüttgenrode, Berßel und Schauen
  3. Veltheim, Osterode
  4. Rhoden
  5. Rimbeck und Hoppenstedt
  6. Bühne
  7. Zilly und Sonnenburg

In Sonnenburg ergibt sich zudem die Besonderheit, dass eine Verlegung von Leitungen unwirtschaftlich gewesen wäre. Daher nutze man hier die Möglichkeit der Aufstellung eines Sendemastens.

Begleitet wurde das Projekt durch die HarzOptics GmbH, einem An-Institut der Hochschule Harz. Die Umsetzung erfolgte durch die Deutsche Telekom. 

Insgesamt belaufen sich die Kosten für das gesamte Projekt auf rund 1.230.000 Euro. Bei einer Förderung von 87,5% aus Mitteln des Konjunkturpaketes II ergeben sich damit rund 155.000 € als Aufwendungen der Einheitsgemeinde Stadt Osterwieck. Sicherlich nicht wenig, aber die Investition lohnt sich, denn sie ist nachhaltig.

Die Förderrichtlinie soll sicherstellen, dass mindestens 2 Mbit flächendeckend anliegen. Die derzeitige Technik lässt aber bereits Übertragungsraten von 16 Mbit zu. Im nächsten Jahr wird es durch eine einfache Umstellung auch möglich sein, in den VDSL-Bereich voranzuschreiten, für welchen 50 Mbit Übertragungsraten kein Problem mehr darstellen.

Insgesamt bleibt festzuhalten, dass der DSL-Ausbau viele zeitliche, personelle und finanzielle Ressourcen benötigt hat. Gleichzeitig ist das Vorhandensein von schnellem Internet mittlerweile aber auch ein Element der Daseinsvorsorge geworden, das sowohl für Unternehmen, aber auch für Bürgerinnen und Bürger eminent wichtig geworden ist.